Pfusch am Bau

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Fertighaus Dämmen – OKAL

Erstellt von admin am Freitag 21. Februar 2014

Beschrieben, und dokumentiert haben wir hier eine Sanierung eines Okal – Fertighauses mit einem Wärmedammverbundsystem.
Die daraus resultierenden Folgen, Gefahren, und ggf. notwendigen (möglichen) Abhilfemaßnamen.
Beispiele für richtiges Lüftungsverhalten und der folgen von falschem Lüftungsverhalten.

Grundsätzliches:
Das Dämmen eines Altbaus, ob nun Fertighaus oder „normales“ Haus, birgt immer ein gewisses Risiko.
Wichtig hierbei ist grundsätzlich eine gute Beratung durch Energieexperten und die Nutzung von Fachfirmen die mit der Materie vertraut sind.
Sollten Sie die Arbeiten selbst ausführen wollen, zögern sie nicht, vorher einen Sachverständigen zu dieser Thema einzuschalten.
Die Kosten die Ihnen bei unsachgemäßer Ausführung Ihrer Arbeiten entstehen, können für Sie verherend sein. Insbesondere wenn es um Vermietete Objekte geht.
Sie müssen sich darüber im klaren sein, das eine Dämmung die zbsp. auch neue Fenster ggf. mit 3 gach Verglasung eine enorme Veränderung, in Punkto Lüften, am Nutzerverhalten mit sich bringen muß.
Gerade das ist einer der häufigsten Kernfragen im Vermieter/Mieter Verhältnis und führt oft zum Streit.

Im Vorliegenden Fall wurde ein OKAL-Haus, Baujahr 1976, Ende 2011 von Außen komplett mit einem Wärmedämmverbundsystem gedämmt. Die Südseite des Giebels wurde 2006, aufrund von Verwitterung vorzeitig teilweise gedämmt und mit Schieferplatten verkleidet.
Gegen Ende 2013 meldeten die Mieter dieses Einfamilienhauses einen Schimmel Befall an Ihren Möbeln. Eine ungünstige Konstellation durch den milden und feuchten Winter, zu geringes Lüften oder auch falsches lüften führten erst nach diesem langen Zeitraum zum Problem. Eine Beratung in Richtung Zwangs-Lüftungsanlage wurde seinerzeit von dem ausführenden Dämmunternehmen nicht vorgenommen. Wäre aber in diesem speziellen Fall, in Anbetracht der geringen Kosten von nur 2.500-3.000 Euro, sinnvoll gewesen.
Eine Zwangs-Lüftungsanlage ist in diesem Fall ein Rohrsystem mit einem Wärmetauscher und einem Lüfter welcher die Raumluft wechselweise mit Außenluft austauscht.

Weitere Einzelheiten folgen in Kürze.

Gerüche in Fertighäusern – Thema CHLORANISOLE

Chloranisole sind Verbindungen, die bisher hauptsächlich als Verursacher des Korktons in Wein einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurden. Werden sie in die Luft freigesetzt, machen sie sich durch einen schimmelig-muffigen Geruch bemerkbar. Dieser hat dazu beigetragen, dass Chloranisole seit kurzem auch mit dem teilweise intensiven Eigengeruch von Fertighäusern älterer Bauart in Verbindung gebracht werden. Dieser kann ebenfalls als schimmelig-muffig charakterisiert werden. Der typische „Fertighausgeruch“ ist manchmal so penetrant, dass er in der Kleidung von Bewohnern „hängen bleibt“ und noch längere Zeit nach Verlassen des Gebäudes an der Person wahrnehmbar ist. Ein solcher unangenehmer Geruch kann von den Bewohnern als Belastung empfunden werden und Unwohlsein auslösen, auch wenn eine toxikologisch basierte Gesundheitsgefährdung nicht gegeben ist. Durch die Ähnlichkeit dieses Geruchs zum typischen Schimmelgeruch kann dazu eine Unsicherheit entstehen, ob nicht ein Schimmelpilzbefall des Gebäudes vorliegt. Zur Klärung von Fragen nach Identität und Intensität des Geruchs ist die Analyse einer Raumluftprobe notwendig.

( Quelle: http://agoef.de/agoef/schadstoffe/chloranisole.html )

2 Kommentare zu “Fertighaus Dämmen – OKAL”

  1. Dieter Pfleger sagt:

    Hallo,

    gut, das Problem liegt also nicht am Fertighaus. Vielmehr können derartige Probleme bei allen „alten“ Häusern auftreten, wenn ohne Sachverstand am Haus herumgedoktert wird.

    Nachdem ich mich ausschließlich mit dem Thema Fertighaus beschäftige ist es mir besonders wichtig dies zu klären. Der Fertighaushersteller OKAL kann für Schaden nicht. Der ist ja nur durch die nachträglich unsachgemäß ausgeführte Dämmung entstanden. Oder wurde die Dämmung durch OKAL ausgeführt?

    Ich stimme Ihnen deshalb absolut zu: Bevor solche Arbeiten ausgeführt werden muss unbedingt ein Spezialist sich der Sache annehmen. Ich meine ja, dass grundsätzlich immer ein unabhängiger Energieberater für solche Maßnahmen vom Bauherren beauftragt werden soll, der die kompletten Arbeiten bis ins Detail durchplant und dafür auch die Verantwortung übernimmt.

    Ich bin schon gespannt auf die weiteren Einzelheiten.

    Dieter Pfleger

  2. admin sagt:

    In diesem Fall, ist nicht eine unsachgemäß ausgeführte Dämmung schuld an den Schimmelbelägen an den Möbeln gewesen, sondern die mangelnde oder falsche Belüftung durch die Mieter.

    Der Umbau mit dem WDVS war erfolgreich, und sachgemäß ausgeführt. In einem weiteren Schritt wurden nun auch die alten Nachtspeicheröfen gegen einen Zentralheizung (Therme) mit Warmwasseraufbereitung eingebaut. Grund hierfür ist einfach die fehlende Akzeptanz heutiger Mieter für elektrische Nachtspeicheröfen, und die anfallenden Stromkosten.

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