Pfusch am Bau

  • Kategorien

  • Letzte Beiträge

  • August 2016
    M D M D F S S
    « Feb    
    1234567
    891011121314
    15161718192021
    22232425262728
    293031  
  • Meta

Schimmel im Haus

Erstellt von admin am Freitag 21. Februar 2014

Schimmel im Haus ist derzeit eines der Top Themen für Hausbesitzer.
Aufgrund der Energieeinsparverordnung (EnEV) und der stark angestiegenen Energiepreise überlegen viele Hausbesitzer ihre Immobilie zu dämmen und so auch die Immobilie wieder attraktiv für potentielle Mieter zu machen. Meistens werden in diesem Zuge auch Fenster mit ausgetauscht. So entsteht mehr oder weniger ein dichtes Haus, in dem, bei falschem Lüftungsverhalten, schnell Schimmel entstehen kann. Werte von mehr als 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit können hier zu einer Schimmelbildung führen, die sich meist als erstes durch schwarze Stockflecken in Ecken oder in Fensterlaibungen zeigen.
Noch gefährlicher sind Schimmelherde, die versteckt in Wänden oder Hohlräumen entstehen und dadurch nicht sofort auszumachen sind. Diese entstehen häufig an Stellen wo Kältebrücken existieren und wo sich dann Schwitzwasser niederschlagen kann. Ein idealer Nährboden für Schimmelpilze.
Eine aktive Aufklärung der Bewohner ist dann dringend erforderlich. Ein verschleppen einer solchen Situation, kann für die Bewohner die in Schimmelsporen verseuchten Räumlichkeiten leben, zu massiven Gesundheitsproblemen führen. Als Beispiel können Atemwegserkrankungen, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und andere Symptome Auftreten.
Allergiker, Asthmatiker und Personen mit einem geschwächten Imunsystem sind besonders anfällig für Erkrankungen, die durch herumfliegende Sporen ausgelöst werden können.

Ein 4 Personen Haushalt erzeugt pro Tag ca. 13 Liter Wasser in der Wohnung. Diese müssen nach außen wieder abgeführt werden.
Man kann sich mit etwas Fantasie vorstellen was wäre, wenn ich jeden Tag einen Eimer Wasser in meiner Wohnung ausschütten würde.

Wir werden hier auf Lösungsmöglichkeiten eingehen und versuchen, aufzuzeigen wo Probleme entstehen können und wie ich vorbeugen kann.

1. Was ist Schimmel überhaupt und wo kommt er her?

Schimmelsporen sind immer in unserer Luft, jedoch in so geringer Konzentration das sie uns nicht gefährlich werden können. Schimmelpilze bilden Sporen mit denen sie sich vermehren. Diese fliegen durch die Luft und siedeln sich dort an, wo sie Feuchtigkeit als idealen Nährboden finden. Gerade Kondensat fördert Schimmel besonders. Kondensat sind kleine Tautröpfchen die durch den Wechsel von Temperaturen an der Raumluft entstehen, von warm nach kalt. Ein Beispiel: Sie haben ein Zimmer, ca. 20-22 Grad warm. Warme Raumluft nimmt wesentlich mehr Feuchtigkeit auf als kalte Luft. Nun machen sie ein Fenster auf Kipp. Jetzt Kühlt die einfließende Luft den Fußboden bis in etwa 30 cm Höhe ab.
Zusätzlich kühlt die Fensterlaibung aus. An den Oberflächen die nun kalt geworden sind (Möbel und Laibung) schlägt sich nun die in der Raumluft gebundene Feuchtigkeit ab. Passiert das sehr häufig bildet sich an diesen Stellen Schimmel. Deshalb sind gerade Rückseiten von Möbeln häufig betroffen da die Flächen die zur Wand hin stehen weniger belüftet sind als die Seiten und Fronten. An den Rückwänden kann so die niedergeschlagene Feuchtigkeit nicht wieder abtransportiert werden und wird vom Holz aufgenommen. Und schon haben wir einen idealen Nährboden für Schimmelpilze geschaffen.

Grundlagen:
Schimmelpilze bestehen aus zwei Bestandteilen, zum einen sind das die Myzelen, sozusagen die Wurzeln des Pilzes. Zum anderen gibt es die Sporen diese kann man als Blüte bezeichnen, über die sich die Pilze, durch die Luft, vermehren. Diese Schimmelpilze benötigen für ihr Wachstum bestimmte Voraussetzungen. Für Schimmel, der in Wohnungen meist vorkommt, sind dies eine hohe Luftfeuchtigkeit und entsprechende Nährböden. Zu diesen zählen zBsp.: Holz, jegliche Art von Organischem Material aber auch Silikon.

2. Wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit denn sein?

Die ideale relative Luftfeuchtigkeit für Wohnräume sollte bei ca. 40-60 Prozent liegen. Zu trocken ist nicht gut für die Schleimhäute, zu feucht gefährlich wegen der Schimmelbildung.

3. Was kann ich machen, wenn ich Schimmel in meiner Wohnung entdeckt habe?

Als erstes keine Panik, kleinere Schimmelstellen, stellen noch keine Gesundheitsgefährdung dar. Jedoch sollten sie wissen, wie sie dagegen vor gehen können.
Wenn es kleineren Schimmelbefall gibt, in Ecken oder an Fenstern, Wischen sie ihn als erste Maßname einfach mit einem feuchten Tuch vorsichtig ab. Damit verhindern sie eine Ausbreitung der Sporen. Im zweiten Schritt besorgen Sie sich 70%igen Isopropanol Alkohol zBsp. aus der Apotheke. Behandeln sie die befallenen stellen durch einreiben oder einsprühen mit dem Alkohol.
Dieser Alkohol tötet die Myzelen des Pilzes ab. Es muss aber unbedingt 70%iger Alkohol sein, weil nur in dieser Konzentration der Alkohol wirkt.
Bei größeren Flächen sollten sie immer einen Fachman zu Rate ziehen. Dies sind zum Beispiel Baubiologen. Diese werden dann ggf. sogar eine Raumluftmessung durchführen und ihnen mitteilen, wie Sie sich zu verhalten haben. Wohnen Sie zu Miete müssen sie ihren Vermieter umgehend über diesen Umstand in Kenntnis setzen, damit er geeignete Maßnamen ergreifen kann. Ist ein Schimmelbefall schon in mehreren Räumen und über größere Flächen verteilt, ist zu überlegen ob sie nicht besser sofort ausziehen.

4. Wie Lüfte ich denn richtig, damit erst gar kein Schimmel entsteht?

Um zu sehen welche Auswirkungen das Lüften hat, ist es sehr hilfreich, wenn man sich Hygrometer in den Räumen aufstellt oder an die Wand hängt.

Hygrometer

Digitales Hygrometer

Ich bevorzuge zur Zeit die digitalen Geräte, da man sie nicht einjustieren muss und auch durch die meist großen Anzeigen gut abzulesen sind. Geräte um 15-20 Euro reichen völlig aus.

Richtiges lüften nennt man auch Querlüften oder Stoßlüften. Dabei sorgt man, in einen möglichst kurzen Zeitraum für einen größtmöglichen Luftaustausch. Kurz gesagt Durchzug. Zwei Dinge gibt es dabei zu beachten. Zum einen die Raumtemperatur. Eine hohe Raumtemperatur ermöglicht es mehr Feuchtigkeit in die Luft aufzunehmen. Das ist dann die relative Luftfeuchtigkeit, die wir mit den Hygrometern messen können. Das Lüften ist somit letztendlich effektiver wenn sie nicht an Temperatur sparen. Zweitens, um so Kälter es draußen ist um so weniger Zeit benötige ich zum Lüften. Das bedeutet aber auch, im Sommer kann das Lüften auch schon mal 30 Minuten dauern. Schnelles lüften bedeutet, das ich möglichst wenig an Heizkosten einbüße da die Wände und Möbel nicht so schnell auskühlen und somit die Raumluft wieder schnell erwärmen kann. Öffnen Sie also möglichst gegenüberliegende Fenster in Ihrer Wohnung und sorgen Sie für einen schnellen Luftaustausch. Das ist schon alles.

Wenn ihr Hygrometer immer wieder Werte oberhalb von 60% anzeigt, sollten sie versuchen häufiger nacheinander zu lüften. Standart ist in der Regel 2-4 mal Täglich zu lüften. Besonders wichtig ist nach dem Baden oder Duschen das Fenster im Bad weit zu öffnen um die Feuchtigkeit direkt aus dem Bad zu bekommen.

Weitere Schwerpunkte sind das Schlafzimmer, wo man auf jeden Fall, morgens und abends großzügig lüften sollte und die Küche, die man während und nach dem Kochen gut lüften sollte.

Tipp: Im Winter bildet sich gern Tau an den Fensterinnenseiten. Diese sollten sie im Winter öfters trocken wischen, um keine Stockflecken an Silikon Fensterdichtungen zu bekommen.

Wichtig: Kühle Kellerräume sollten sie im Sommer nicht tagsüber bei hoher Luftfeuchtigkeit lüften, da Sie sonst die Feuchtigkeit erst recht in den Keller holen.
Besser ist es Keller im Winter zu belüften und im Sommer maximal in den Nachtstunden mal für Durchzug sorgen.

5. Was mache ich, wenn ich trotz gutem Lüftungsverhalten Schimmel entdecke?

Es gibt fälle, wo nicht das Lüften sondern andere Umstände zu Schimmel-Bildung führen können. Dies können bauliche Mängel sein. Ein undichtes Dach, undichte Rohrleitungen, tropfende Wasserhähne unterhalb von Spülen, Undichtigkeiten von Fugen in Duschen, Kältebrücken in Wohnräumen, die an bestimmten Stellen zur Kondensation der Luftfeuchtigkeit führen. In nicht erklärbaren Fällen sollten sie sich Rat von Fachkräften einholen, oder direkt einen Sachverständigen ins Haus holen, um zu klären ob und welche Probleme vorliegen.

5. Darf ich alles was an Schimmel im Haus aufgetreten ist selbst entfernen?

Definitiv NEIN! Bis zu einer Fläche von von 0,5 m² dürfen Sie selbst, der Hauseigentümer oder ein „normaler“ Handwerksbetrieb sanieren. Bei größeren Flächen ist ein Fachbetrieb, mit Sachkundenachweis für Schimmelpilzsanierung, vom Gesetzgeber vorgeschrieben!

Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »

Fertighaus Dämmen – OKAL

Erstellt von admin am Freitag 21. Februar 2014

Beschrieben, und dokumentiert haben wir hier eine Sanierung eines Okal – Fertighauses mit einem Wärmedammverbundsystem.
Die daraus resultierenden Folgen, Gefahren, und ggf. notwendigen (möglichen) Abhilfemaßnamen.
Beispiele für richtiges Lüftungsverhalten und der folgen von falschem Lüftungsverhalten.

Grundsätzliches:
Das Dämmen eines Altbaus, ob nun Fertighaus oder „normales“ Haus, birgt immer ein gewisses Risiko.
Wichtig hierbei ist grundsätzlich eine gute Beratung durch Energieexperten und die Nutzung von Fachfirmen die mit der Materie vertraut sind.
Sollten Sie die Arbeiten selbst ausführen wollen, zögern sie nicht, vorher einen Sachverständigen zu dieser Thema einzuschalten.
Die Kosten die Ihnen bei unsachgemäßer Ausführung Ihrer Arbeiten entstehen, können für Sie verherend sein. Insbesondere wenn es um Vermietete Objekte geht.
Sie müssen sich darüber im klaren sein, das eine Dämmung die zbsp. auch neue Fenster ggf. mit 3 gach Verglasung eine enorme Veränderung, in Punkto Lüften, am Nutzerverhalten mit sich bringen muß.
Gerade das ist einer der häufigsten Kernfragen im Vermieter/Mieter Verhältnis und führt oft zum Streit.

Im Vorliegenden Fall wurde ein OKAL-Haus, Baujahr 1976, Ende 2011 von Außen komplett mit einem Wärmedämmverbundsystem gedämmt. Die Südseite des Giebels wurde 2006, aufrund von Verwitterung vorzeitig teilweise gedämmt und mit Schieferplatten verkleidet.
Gegen Ende 2013 meldeten die Mieter dieses Einfamilienhauses einen Schimmel Befall an Ihren Möbeln. Eine ungünstige Konstellation durch den milden und feuchten Winter, zu geringes Lüften oder auch falsches lüften führten erst nach diesem langen Zeitraum zum Problem. Eine Beratung in Richtung Zwangs-Lüftungsanlage wurde seinerzeit von dem ausführenden Dämmunternehmen nicht vorgenommen. Wäre aber in diesem speziellen Fall, in Anbetracht der geringen Kosten von nur 2.500-3.000 Euro, sinnvoll gewesen.
Eine Zwangs-Lüftungsanlage ist in diesem Fall ein Rohrsystem mit einem Wärmetauscher und einem Lüfter welcher die Raumluft wechselweise mit Außenluft austauscht.

Weitere Einzelheiten folgen in Kürze.

Gerüche in Fertighäusern – Thema CHLORANISOLE

Chloranisole sind Verbindungen, die bisher hauptsächlich als Verursacher des Korktons in Wein einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurden. Werden sie in die Luft freigesetzt, machen sie sich durch einen schimmelig-muffigen Geruch bemerkbar. Dieser hat dazu beigetragen, dass Chloranisole seit kurzem auch mit dem teilweise intensiven Eigengeruch von Fertighäusern älterer Bauart in Verbindung gebracht werden. Dieser kann ebenfalls als schimmelig-muffig charakterisiert werden. Der typische „Fertighausgeruch“ ist manchmal so penetrant, dass er in der Kleidung von Bewohnern „hängen bleibt“ und noch längere Zeit nach Verlassen des Gebäudes an der Person wahrnehmbar ist. Ein solcher unangenehmer Geruch kann von den Bewohnern als Belastung empfunden werden und Unwohlsein auslösen, auch wenn eine toxikologisch basierte Gesundheitsgefährdung nicht gegeben ist. Durch die Ähnlichkeit dieses Geruchs zum typischen Schimmelgeruch kann dazu eine Unsicherheit entstehen, ob nicht ein Schimmelpilzbefall des Gebäudes vorliegt. Zur Klärung von Fragen nach Identität und Intensität des Geruchs ist die Analyse einer Raumluftprobe notwendig.

( Quelle: http://agoef.de/agoef/schadstoffe/chloranisole.html )

Abgelegt unter Allgemein | 2 Kommentare »

Einbruch

Erstellt von admin am Dienstag 7. Januar 2014

Wohnungseinbruch!
Leider nehmen Wohnungseinbrüche in der letzten Zeit deutlich zu. Auch wir waren im Januar 2013 davon betroffen.
Hier will ich nun einige Tipps geben, wie Sie Ihre Wohnung besser Schützen können und Schaden verhindern oder reduzieren können.

Jede Polizeidienststelle liefert Ihnen konkrete Möglichkeiten, sich vor Einbrüchen zu schützen. Auf Deutsch Sie können es den Einbrechern schwerer machen in Ihr Haus oder in Ihre Wohnung einzudringen.
Leider fehlt vielen Eigentümern oder Mietern, der Blick für die wesentlichen Dinge. Ich zähle mal hier einige ganz banale Dinge auf die einfach zu realisieren sind.
1. Eine möglichst freie Sicht auf Ihr Objekt. Einbrecher möchten natürlich keine Zuschauer, somit senkt das schonmal das Risiko, überhaupt als potentielles Opfer eingestuft zu werden.
2. Alle Beleuchtungsmittel in Stand halten. Zbsp. Bewegungsmelder und Lampen auf Terrasse oder Balkon.
3. Alte Schlößer oder Türen, die man selbst schon ohne Mühe und ohne Schlüssel öffnen könnte, erneuern oder Austauschen. Sie glauben garnicht, wie viele Haustüren mit einer Scheckkarte oder ähnlichem, sich ganz leicht öffnen lassen, innerhalb von nur wenigen Sekunden.
4. Wenn Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus verlassen, schließen Sie richtig zu, nicht nur einfach zuziehen sondern ein oder wenn es geht auch zwei mal den Schlüssel umdrehen. Viele Einbrüche finden duch die Haustür statt. Moderne Türen nützen nichts, wenn sie nicht richtig abgeschlossen werden.
5. Innentüren grundsätzlich nie absperren. Wenn ein Einbrecher erstmal im Haus oder der Wohnung ist und noch zusätlich verschlossene Türen vorfindet, ist der Sachschaden von aufgerbrochen Türen meist um ein Vielfaches höher als die eigentlich entwendeten Gegenstände. Grundsätzlich stellen Innentüren kein Hindernis für Einbrecher dar.
6. Bei Neubauten immer darauf achten, das Ihre Scheiben einbruchshemmend sind. Der Aufpreis für solche Verbundglasscheiben sind pro Fenster und Terrassentür recht gering. Fragen Sie Ihren Architekten oder den Fensterbauer!
Einbruch bild 1Einbruch bild 1Einbruch bild 1

Wie man hier gut auf dem letzen Bild erkennen kann, befindet sich rechts unten im Türrahmen die Pilzkopf-Verrigelung, die verhindert hat, das die Tür aufgehebelt werden konnte. Zu guter letzt haben die Einbrecher dann die Fensterscheibe zerschlagen und sind dadurch eingestiegen.
1. War auf dem Balkon eine Beleuchtung defekt, die vieleicht noch die Einbrecher hätte abhalten können, über die Balkonbrüstung zu klettern.
2. Befand sich kein einbruchshemmendes Glas in der gerade vor einem Monat eingebauten neuen Balkontür. ( Sachschaden an der Tür inklusive Rahmen 2500,00 Euro / Geklaute Sachgegenstände im Wert von nicht ganz 30 Euro )

Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »

Alu Fensterbänke

Erstellt von admin am Samstag 11. September 2010

Bei einer Modernisierungs Maßnahme, mit zur Zeit üblicher Hausdämmung durch Styropor-Platten, (Wärmedämm-Verbund-System) und anschließendem Einsatz neuer Fensterbänke endstand beim Einbau der Fensterbänke erheblicher Pfusch, der in einem 2 Jährigen Streit mit den Handwerkern endete. (Zu gunsten der Bauherren)

Hier werden wir aufführen, wie solche Fensterbänke eingebaut werden müssen, und worauf Sie achten sollten.

Hier das Objekt vor und nach der Modernisierung.

Das Objekt wurde 1968 errichtet. Ab 2000 wurden einige Modernisierungsschritte eingeleitet.

Es wurden neben der Fasade auch diverse Fenster und Hauseingänge modernisiert. Diese verleihen dem Objekt fast den Eindruck eines Neubaus.

Als erstes Zeigen wir Ihnen ein Beispiel, wie die Fensterbänke ursprünglich (falsch) eingebaut waren.

Rechts, gut zu erkennen, das die Fensterbank  nicht bis in die Wand reicht und die Abschlüsse mit Silikon vollgeschmiert wurden. Dazu fehlen an den Befestigungs-Schrauben, links im Bild, Dichtungselemente (Kunststoff unterlegscheiben und dazugehörige Abdeckkappen). Zu allem Überfluß wurde noch ein Winkelprofil an den Seiten montiert (mit Silikon festgeklebt) um den Abstand zur Wand zu überbrücken. Teilweise sollten so abstände bis 1,5 cm ausgeglichen werden. ( Absoluter Pfusch! )

Was mann nicht sehen kann, ist ein Antidröhnband welches unter Aluminium Fensterbänke gehört, um einen gewissen Schallschutz zu erreichen, damit aufprallender Regen nicht zur Nerfensäge wird. Dieser fehlte hier auch noch. Auf dieses „Antidröhnband“, wurden wir erst vom Sachverständigen aufmerksam gemacht.

Nun sehen Sie, wie es richtig aussehen sollte.

Hier ein Bild eines Fensters, in einem Neubau, fachlich korrekt eingebaut.

Die Abkanntung ist in die Wand Eingelassen. Das Fenster steht über dem Alu Blech, somit kann der Regen nicht hinter das Aluminium laufen. Bei nachtäglichem Einbau wird diese Alukannte im Regelfall an das Fenster geschraubt, und muß mit einer dezenten Silikonabdichtung zum Fenster hin abgedichtet werden. Dabei müssen auch die Schrauben entsprechende Kappen zur Abdichtung aufweisen.

Nach ca. zwei Jahren Rechtsstreit um diese Arbeiten, Gutachten, Gegegutachten, gerichtlichem Gutachten und zu allerletzt gerichtlicher Entscheidung, musten Sämtliche nicht sachgerecht eingebauten Fensterbänke entfernt, und gegen längere bis ins Mauerwerk reichende Fensterbänke ausgetauscht werden. Ich brauche wohl nicht erwähnen das Sämtliche damit verbundene Kosten an dem Handwerksbetrieb hängen blieben.

Hier jetzt Bilder von der nachträglichen Änderung.

Mann kann gut erkennen, das sogar die alten Fensterbank Steine nachträglich noch entfernt wurden, die eine erhebliche Kältebrücke dargestellt hätten. Diese Fläche wurde im Anschluß mit Dämmaterial aufgefüllt.

Siehe nächstes Bild.

Hier mit dem Dämmstoff. Der vordere Bereich (100 mm) ist die eigentliche Hausdämmung.

Hier das entgültige und korrekte Ergebnis.

Ich hoffe Ihnen damit einen ersten Einblick in

„richtig oder falsch“ gegeben zu haben.

Abgelegt unter Fensterbänke | 1 Kommentar »