Pfusch am Bau

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Archiv für die 'Fensterbänke' Kategorie

Alu Fensterbänke

Erstellt von admin am 11. September 2010

Bei einer Modernisierungs Maßnahme, mit zur Zeit üblicher Hausdämmung durch Styropor-Platten, (Wärmedämm-Verbund-System) und anschließendem Einsatz neuer Fensterbänke endstand beim Einbau der Fensterbänke erheblicher Pfusch, der in einem 2 Jährigen Streit mit den Handwerkern endete. (Zu gunsten der Bauherren)

Hier werden wir aufführen, wie solche Fensterbänke eingebaut werden sollten, und worauf Sie achten können.
Ich möchte darauf hinweisen, das dies keine Expertenaussage ist, sondern ein Bericht über unsere privaten Erfahrungen!
( Dafür gibt es Sachverständige die handwerkliche Arbeiten überprüfen und Rechtsverbindlich bewerten können. )

Hier das Objekt vor und nach der Modernisierung.

Das Objekt wurde 1968 errichtet. Ab 2000 wurden einige Modernisierungsschritte eingeleitet.

Es wurden neben der Fassade auch diverse Fenster und Hauseingänge modernisiert. Diese verleihen dem Objekt fast den Eindruck eines Neubau.

Als erstes Zeigen wir Ihnen ein Beispiel, wie die Fensterbänke ursprünglich (falsch) eingebaut waren.

Rechts, gut zu erkennen, das die Fensterbank  nicht bis in die Wand reicht und die Abschlüsse mit Silikon vollgeschmiert wurden. Dazu fehlen an den Befestigungs-Schrauben, links im Bild, Dichtungselemente (Kunststoff unterlegscheiben und dazugehörige Abdeckkappen). Zu allem Überfluß wurde noch ein Winkelprofil an den Seiten montiert (mit Silikon festgeklebt) um den Abstand zur Wand zu überbrücken. Teilweise sollten so Abstände bis 1,5 cm ausgeglichen werden. ( Absoluter Pfusch! )

Was mann nicht sehen kann, ist ein Antidröhnband welches unter Aluminium Fensterbänke gehört, um einen gewissen Schallschutz zu erreichen, damit aufprallender Regen nicht zur Nerfensäge wird. Dieser fehlte hier auch noch. Auf dieses „Antidröhnband“, wurden wir erst vom Sachverständigen aufmerksam gemacht.

Nun sehen Sie, wie es richtig aussehen sollte.

Hier ein Bild eines Fensters, in einem Neubau, vermutlich fachlich korrekt eingebaut.

Die Abkanntung ist in die Wand Eingelassen. Das Fenster steht über dem Alu Blech, somit kann der Regen nicht hinter das Aluminium laufen. Bei nachträglichem Einbau wird diese Alukannte im Regelfall an das Fenster geschraubt, und muss mit einer dezenten Silikon-Abdichtung zum Fenster hin abgedichtet werden. Dabei sollten auch die Schrauben entsprechende Kappen zur Abdichtung aufweisen.

Nach ca. zwei Jahren Rechtsstreit um diese Arbeiten, Gutachten, Gegengutachten, gerichtlichem Gutachten und zu allerletzt gerichtlicher Entscheidung, mussten Sämtliche nicht sachgerecht eingebauten Fensterbänke entfernt, und gegen längere bis ins Mauerwerk reichende Fensterbänke ausgetauscht werden. Ich brauche wohl nicht erwähnen das Sämtliche damit verbundene Kosten an dem Handwerksbetrieb hängen blieben.

Hier jetzt Bilder von der nachträglichen Änderung.

Mann kann gut erkennen, das sogar die alten Fensterbank Steine nachträglich noch entfernt wurden, die eine erhebliche Kältebrücke dargestellt hätten. Diese Fläche wurde im Anschluß mit Dämmaterial aufgefüllt.

Siehe nächstes Bild.

Hier mit dem Dämmstoff. Der vordere Bereich (100 mm) ist die eigentliche Hausdämmung.

Hier das endgültige und unserer Meinung nach korrekte Ergebnis.
Wir waren damit zumindest zufrieden.

Ich hoffe Ihnen damit einen ersten Einblick in

„richtig oder falsch“ gegeben zu haben.

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